FDP muss sich distanzieren

Zu den Äußerungen von Tobias Huch (Stadtratskandidat der Mainzer FDP und stellv. Landesvorsitzender der Jungen Liberalen), dass er mehrfach Hausarbeiten im Fach Betriebswirtschaftslehre für Freunde verfasst habe erklärt Gunther Heinisch, Hochschulpolitischer Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von Rheinland-Pfalz:

„Von der FDP erwarte ich eine klare Distanzierung von ihrem Kandidaten Tobias Huch. Das ist die Partei all jenen schuldig, die sich in Studium, Lehre und Forschung korrekt verhalten und für die eine öffentliche Profilierung mit wissenschaftlichem Fehlverhalten eine dreiste Provokation ist.
Das Verfassen von Hausarbeiten dient den Studierenden und den Lehrkräften dazu, auf den erfolgreichen Abschluss des Studiums vorzubereiten. Wer sich am Schummeln bei der Urheberschaft für wissenschaftliche Texte beteiligt, schadet den Bemühungen zur Bekämpfung wissenschaftlichen Fehlverhaltens. Wer sich damit als Politiker mit Ecken und Kanten profilieren möchte, disqualifiziert sich erst recht als seriöser politischer Vertreter.
Das Verhalten von Tobias Huch lässt seine Eignung als Bewerber für den Mainzer Stadtrat nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung noch fragwürdiger erscheinen. Es ist ein äußerst befremdliches Verhalten, ebenso übrigens wie die kritiklose Unterstützung durch den JU-Kreisvorsitzenden und CDU-Stadtratskandidaten Felix Leidecker bei Facebook.“

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