Richtige Balance zwischen Exzellenzinitiative und Grundfinanzierung der Hochschulen

Heute wurde der Abschlussbericht der „Imboden-Kommission“ zur Exzellenzinitiative der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern überreicht. Dazu erklärt der hochschulpolitische Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion, Gunther Heinisch:

„Die Empfehlungen der „Imboden-Kommission“ bieten eine hilfreiche Perspektive, um eine Bilanz zu den bisherigen Wirkungen der Exzellenzinitiative zu ziehen. Sie geben interessante Anregungen für die anstehende Weiterentwicklung des Bund/Länder-Programms. Entscheidend ist, dass es nicht zu einer verengten Ausrichtung der Exzellenzinitiative auf Einzelstandorte kommt. Spitzenforschung ist in der Bundesrepublik flächig breit verteilt und verdient eine gezielte Förderung an den jeweiligen Standorten.

 Besonders positiv ist der Vorschlag, durch längere Laufzeiten der Förderung mehr Planungssicherheit zu ermöglichen. Auch für die Exzellenzinitiative gilt, dass befristete Programme zur Erhöhung des Anteils befristeter Stellen beitragen. Eine Tätigkeit in der Spitzenforschung ist daher vielfach keineswegs mit exzellenten Beschäftigungsbedingungen verbunden.

 Bund und Länder investieren mit der Exzellenzinitiative öffentliche Mittel in erheblichem Umfang, um die Spitzenforschung in der Bundesrepublik fortzuführen. Die Förderung der Spitzenforschung braucht die Einbettung in eine Hochschullandschaft, in der eine gute Grundfinanzierung in der Fläche über alle Hochschulstandorte hinweg und in der vollen Breite des Fächerspektrums gesichert ist. Deshalb muss der bestehende Hochschulpakt des Bundes und der Länder durch eine stetige, verlässliche Bund/Länder-Finanzierung abgelöst werden.“

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